Das passende Element
Die Auswahl der verschiedenen Elementtypen ist so gross wie die Palette der analysierbaren Fragestellungen. Hier die allerwichtigsten:
Continuum (solid and fluid) elements (Volumenelemente / Kontinuumselemente): Dreidimensionale Bauteile, bei denen alle Dimensionen (Länge, Breite, Dicke) in einem ähnlichen Verhältnis stehen. Sie werden für massive Bauteile oder Flüssigkeiten genutzt.
Shell elements (Schalenelemente): Für dünnwandige Strukturen, bei denen die Dicke im Vergleich zu Länge und Breite sehr klein ist (z. B. Bleche und Platten).
Beam elements (Balkenelemente): Eindimensionale Elemente für lange, schlanke Bauteile, die Biegung, Torsion und axialen Zug/Druck aufnehmen können (z. B. Stahlträger).
Rigid elements (Starre Elemente): Körper oder Bereiche, die sich während der Simulation nicht verformen. Sie sparen Rechenzeit und dienen oft zur Krafteinleitung oder zur Kopplung von verschiedenen Elementbereichen.
Membrane elements (Membranelemente): Ähnlich wie Schalenlemente, aber extrem dünn. Sie können nur Zugspannungen in der Ebene aufnehmen, keine Biegung (z. B. Zeltplanen oder Airbags).
Infinite elements (Unendliche Elemente): Werden verwendet, um unendlich ausgedehnte Medien zu simulieren, bei denen Randeffekte vermieden werden sollen (z. B. das Erdreich in der Geotechnik oder die Schallausbreitung im Raum).
Connector elements (Verbindungselemente): Diskrete Elemente wie Federn (Springs) und Dämpfer (Dashpots), die physikalische Verbindungen zwischen zwei Punkten modellieren.
Truss elements (Fachwerkelemente / Stabelemente): Eindimensionale Elemente, die im Gegensatz zu Balken nur reine Zug- und Druckkräfte entlang ihrer Achse übertragen können (keine Biegung).



